Antriebe und Leistungsmodule sind die teuerste Position auf einer Ersatzteilrechnung und am leichtesten versehentlich vertauscht. Diese Seite schreibt unsere Testreihenfolge und die Linie zwischen Reparieren und Tauschen heraus.
Schritt eins klärt das Umfeld: Filter, Lüfter, Versorgung, Steckverbinder (keine Kosten, hohe Trefferquote). Schritt zwei liest kreuzweise: Alarmcode der Steuerung und Statuscode der Verstärkerblende gemeinsam protokollieren – der Blendcode ist meist feiner (Überstrom / Überspannung / Übertemperatur / Rückmeldung zeigen jeweils in ihre eigene Richtung). Erst Schritt drei holt die Messgeräte heraus: Isolation, Widerstand, Kurvenformen.

Die Entscheidung beruht auf genau zwei Fakten: Ist der Fehler ein klarer Einzelpunkt (ein Versorgungsmodul, ein Kondensatorblock, eine Brandstelle in der Antriebsschaltung), und wie viel Stillstand kann der Kunde verkraften? Einzelpunkt und etwas Geduld: Platinenreparatur (Modul-/Kondensatortausch, Nachlöten, Instandsetzung der Antriebsschaltung) zu deutlich geringeren Kosten, Rückgabe erst nach einem Belastungstest. Liegt der Fehler im Inneren einer Mehrlagenplatine oder die Linie wartet: Gerät tauschen. Wir erzwingen keine Reparatur von Platinen, die nicht reparabel sind, und wir tauschen keine reparierbaren Platinen, um Teile zu verkaufen.
Reparierte Geräte kommen auf den Prüfstand: Leerlauf – 30 Minuten bei Nennlast – kurze Überlast bei 110 % – Temperatur und Kurvenform werden durchgängig protokolliert. Jede Anomalie schickt das Gerät zurück auf den Prüfstand. Das Prüfprotokoll reist mit dem Teil und ist für den Kunden einsehbar.
Antriebs- und Modulnummern gegen Markenhandbuch und Typenschild abgleichen; generationenübergreifender Austausch nur gegen die Kompatibilitätstabelle des Handbuchs mit protokollierter Grundlage. Ohne veröffentlichte Austauschgrundlage tauschen wir nicht – nur Originalteil oder OEM-Kanal.