Ein Roboter-Crash ist einer der aufregendsten Momente in der Fabrikhalle: ein dumpfer Schlag, die Linie steht still, alle versammeln sich darum. Hier ist das Fazit – Was Sie in der ersten halben Stunde nach einem Crash tun, entscheidet maßgeblich über die ReparaturrechnungRichtig gehandhabt ist oft nur eine Kalibrierung nötig; falsch gehandhabt wird aus einer kleinen Kollision eine große Überholung.

Ingenieur inspiziert einen Industrieroboter nach einer Kollision

Schritt 1: Stromversorgung sofort trennen und den Zustand sichern

Sobald alle in Sicherheit sind, betätigen Sie sofort den Not-Aus und deaktivieren Sie die Servofreigabe. Versuchen Sie nicht, ihn „zurückzudrücken“ oder einen Neustart zu erzwingen – nach einem Aufprall können Gelenke bereits mechanisch beschädigt oder klemmend sein, und erzwungene Bewegungen können Verformungen und Risse ausbreiten. Belassen Sie den Roboter in seiner Haltung nach dem Crash, damit der Ingenieur den Originalzustand erkennen kann.

Schritt 2: Fotografieren, protokollieren, Beweise sichern

Halten Sie mit Ihrem Smartphone vier Dinge fest: Nahaufnahmen der Aufprallstelle, eine Gesamtansicht der aktuellen Roboterpose, die auf dem Teach Pendant angezeigten Alarmcodes (notieren Sie diese vollständig) sowie Schäden an Werkzeugen und Werkstücken. Wenn die Anlage versichert ist, bilden diese Unterlagen das Rückgrat der Schadensregulierung; auch ohne Versicherung ermöglichen Alarmcodes und Fotos der Unfallstelle einem Remote-Ingenieur eine präzise Einschätzung.

Schritt 3: Erste Schadensbewertung vornehmen

SymptomMögliche SchädenEmpfohlene Maßnahme
Keine sichtbaren Verformungen; bewegt sich bei niedriger Geschwindigkeit einwandfreiGenauigkeitsdrift; Kalibrierung erforderlichKalibrierung der Bahnplanung
Anormale Geräusche oder Stocken in einem GelenkSchaden am Getriebe oder LagerAnhalten und inspizieren
Sichtbare Verbiegungen, Risse oder fehlende TeileStrukturelle SchädenNicht einschalten; zur Reparatur melden
Gerissene Kabel oder lockere SteckverbinderKabel- und elektrische SchädenNicht selbst neu verkabeln; zur Reparatur melden

Vor-Ort-Erstbewertung nur als Hinweis; das endgültige Urteil stammt aus der professionellen Inspektion.

Schritt 4: Entscheidung – reparieren oder kalibrieren

Wenn ein Low-Speed-Test (nur bei sichtbarer Unversehrtheit) zeigt, dass der Roboter grundsätzlich funktioniert, bringen eine Neukalibrierung der Nullstellung und eine Bahnenprüfung ihn meist wieder in die Produktion; treten Geräusche, Ruckeln oder sichtbare Schäden auf, schalten Sie das Gerät nicht weiter ein und fordern Sie eine Reparatur an. Die Regel ist einfach: Bewegt sich, aber ungenau – zuerst kalibrieren; bewegt sich nicht oder klingt falsch – muss inspiziert werden.

Hinweis: Untersuchen Sie auch die Ursache – Programmfehler, lockere Werkzeugaufnahmen oder defekte Sensoren führen zu wiederholten Kollisionen. Wenn die Grundursache nicht behoben wird, kommt es nach der Reparatur erneut zu einem Ausfall.

Unsicher vor Ort? Senden Sie zuerst die Fotos

Senden Sie uns die Alarmcodes und Fotos der Situation – unsere Ingenieure geben kostenlos eine erste Einschätzung aus der Ferne. Wenn ein Vor-Ort-Termin erforderlich ist, sind wir innerhalb von 30 Minuten bis 3 Stunden im Perlflussdelta vor Ort und inspizieren vor Angebotsabgabe. Einstiegspunkt: Vor-Ort-Fehlerdiagnose.